US-Gruppe will einschlägige Domains verbieten lassen

ph1 US Gruppe will einschlägige Domains verbieten lassen

Die gemeinnützige US-Organisation ” Morality in Media” fordert ein Verbot der Internet-Domains .sex, .adult und .porn. Die Einführung dieser einschlägigen Adress-Endungen beflügele die Verbreitung  pornografischer Inhalte, teilte die Gruppe auf ihrer Homepage als Begründung mit.

In ihrer  aktuellen Kampagne “Porn Harms” rufen die selbst ernannten Moralwächter auf, Beschwerde bei der zuständigen Internet-Verwaltung ICANN einzulegen. Außerdem sollen Befürworter eine Petition unterschreiben, die an die US-Regierung und den Kongress gerichtet ist.

Die in US-Medien als “konservativ und religiös” charakterisierte Gruppe hat offenbar bereits mit ähnlichen Aktionen Erfolg gehabt. Erst vor einigen Monaten rief sie zum  Boykott des Rabattportals Groupon auf, das eine Tour durch ein Porno-Filmstudio angeboten hatte. Mehr als 20.000 Menschen protestierten laut der Organisation; nach zwei Monaten nahm Groupon das Angebot aus dem Programm.

Die ICANN will neue Adress-Endungen fürs Internet zulassen, sogenannte Top Level Domains. Bewerber können im Prinzip beliebige Begriffe registrieren, sofern sie die hohen finanziellen und technischen Anforderungen erfüllen. Allerdings können Dritte Widerspruch einlegen.

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