HTC Desire Z – Erste Eindrücke

Schick in Metallschale

Beim Design beschritten die Macher keine neuen Pfade: Das HTC Desire Z unterscheidet sich zumindest auf dem ersten Blick nicht grossartig von der aktuellen Smartphone-Garde des Herstellers. Grosser Touchscreen, darunter die Sensortasten und alles umrahmt von einem Metallbody, der das Smartphone edel und wie aus einem Guss aussehen lässt. Der Touchscreen setzt zwar keine neuen Bestmarken, ist aber mit einer Diagonalen von 9,4 Zentimetern und einer Auflösung von 480 mal 800 Pixel alles andere als Mittelklasse.

Die Besonderheit des HTC Desire Z ist jedoch die ausfahrbare QWERTZ-Tastatur: Diese wird im Gegensatz zu den meisten anderen Geräten nämlich nicht einfach nach oben geschoben, sondern klappt über eine spezielle Mechanik nach oben. Die Vorteile dieser Mechanik offenbarten sich gleich bei den ersten Tippversuchen: Die Tastatur schliesst eben mit dem Display ab, so dass das Smartphone dadurch flach bleibt und sich die Tastaturfläche vergrössert. Im Zusammenspiel mit dem knackigen Druckpunkt kann der Nutzer des Android-Smartphones bereits nach kurzer Zeit mit geradezu schlafwandlerischer Sicherheit längere Texte tippen – eine reife Leistung.

Angetrieben wird das HTC Desire Z von einer CPU mit 800-MHz-Taktung. Sowohl das kinetische Scrollen durch die Listen, als auch die Umsetzung von Multitouch-Eingaben gehen damit flüssig von der Hand.

Das Video von Gizmo gibt einen kleinen Vorgeschmack.

Die Neuerungen der Benutzeroberfläche

Die gute Handhabung setzt sich auch bei der Nutzeroberfläche fort, denn das HTC Desire Z unterstützt die neueste Version von HTC Sense, die vor allem durch die durchdachten Details überzeugt. Ein paar Beispiele: Wenn der Nutzer des Handys das Kartenmaterial aufruft und auf das Kompass-Symbol drückt, richtet sich das Display automatisch nach dem Blickwinkel des Nutzers aus. Eine sehr praktische Funktion, um sich bei der Fussgänger-Navigation schnell orientieren zu können. Ebenfalls sehr nützlich: Wenn während einer aktiven Navigation ein Telefonat eingeht, wird der Anrufername unten eingeblendet, ohne dass die GPS-Funktion unterbrochen wird.

Mobile E-Mail-User dürften sich hingegen über das neue «Sammelbecken» freuen, das Konten von Google-Mail, GMX und anderen E-Mail-Providern in einem Eingangsordner zusammenfasst. Um dennoch nicht den Überblick zu verlieren, trennt auf Wunsch ein VIP-Filter die wichtigen von den weniger wichtigen Mails. Ebenfalls erstmals bei HTC dabei: Durch den Heimnetz-Standard DLNA (Digital Living Network Alliance) wird das Abspielen von Fotos, Videosoder Musik auf einem TV- oder PC-Monitor unterstützt.

Die interessanteste Neuentwicklung von HTC Sense ist aber die neue Internet-Plattform www.htcsense.com, mit dessen Hilfe Nutzer auch vom PC aus das Smartphone kontrollieren können. So hat der Handy-Besitzer unter anderem Zugriff auf sämtliche Daten, kann eingehende Anrufe auf eine andere Rufnummer umleiten, dem Gerät abgespeicherte Skins verpassen oder per generiertes Passwort das Gerät sperren bzw. wieder in den nackten Betriebszustand zurücksetzen, um zu vermeiden, dass ein Langfinger Zugriff auf sensible Daten hat. Selbst ein Klingelton lässt sich über den PC aktivieren, wenn man alleine ist und mal wieder in der Wohnung nach dem Handy sucht.

Alle diese Funktionen sind kostenlos und unterliegen keiner Datensperre. Geld fliesst nur bei Premium-Diensten, wenn der Nutzer beispielsweise über dieses Portal Apps aus dem Android Market oder Musiktitel bei Amazon ordert. Unter dem Strich wirkt das HTCSense-Portal durchdacht und leicht verständlich.

Quelle: news.ch

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