Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar

1 Punk Myanmar 1024x681 Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar

 

2 Punk  Myanmar 1024x682 Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar

 

3 Punk Myanmar 1024x681 Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar

 

 

4 Punk Myanmar 1024x681 Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar

 

6 Punk Myanmar 1024x682 Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar

 

7 Punk Myanmar 1024x681 Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar

 

10 Punk Myanmar 1024x682 Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar

 „Yangon Calling“ portraitiert eine Szene, deren Existenz wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte: den burmesischen Punk-Underground. Punk ist in Myanmar weit mehr als nur die oberflächliche Kopie einer westlichen Jugendszene. Schließlich trifft die wohl rebellischste aller Subkulturen in der ehemaligen Militärdiktatur auf eines der autoritärsten Regime der Welt.

Für junge Burmesen ist Punk die Möglichkeit, der verhassten Regierung etwas entgegenzusetzen. Sie kritisieren in ihren Songs die soziale Ungerechtigkeit in Myanmar und fordern Freiheit und Menschenrechte. Denn trotz vorsichtiger Öffnung und der Freilassung von politischen Gefangenen in den letzten Monaten ist Myanmar weit davon entfernt, ein demokratischer Rechtsstaat zu sein.

Sechs Wochen drehten die Filmemacher Alexander Dluzak und Carsten Piefke ohne Genehmigung in Yangon. Sie schmuggelten sich als Touristen in das Land, filmten heimlich mit kleinen Kameras und erlangten Zugang zu einer Szene, die sich wegen den Repressionen durch die Regierung fast vollständig in den Underground zurückgezogen hat.

Den Filmemachern ist es gelungen, das Vertrauen der Punks zu gewinnen. Sie haben sie nach hause begleitet und ihre Freunde und Familien getroffen. Sie sind mit ihnen zur Arbeit in die Schneiderei und ins Tattoo-Studio gegangen, in geheime Proberäume und auf illegale Konzerte.

Seeleute brachten in den 90ern die ersten Punkrock-Kassetten in das abgeschottete Land. Seitdem ist in Yangon eine Szene mit mehreren hundert Anhängern entstanden. „The Rebel Riot“ ist die bekannteste Punkrock-Band in Yangon. Ihr Song „Saida“ gerade die Hymne der Szene. „Saida“ bedeutet Widerstand. “Wenn wir akzeptieren wie es hier zugeht, wird sich nie etwas ändern“, sagt Sänger Kyaw Kyaw, „ich tue alles, um die Leute in meinem Umfeld aufzuklären“.

Die Geschichte von Scum, einem anderen Yangoner Punk, zeigt, welche Konsequenzen es haben kann, in Myanmar aus der Reihe zu tanzen. Der 30jährige saß sechs Jahre im berüchtigten Yangoner Insein-Gefängnis. Ein Tütchen Marihuana, das die Polizei bei ihm fand, war ein dankbarer Anlass, einen Unruhestifter aus dem Weg zu ziehen. Seit zwei Jahren ist er wieder draußen, unbeugsam wie zuvor: „Wenn die Polizei mich wieder einsperren will, weil ich über Freiheit rede, dann sollen sie ruhig kommen, ich lasse mir von diesem verdammten Staat nichts mehr verbieten.“

Yangon Calling ist ein Film über das Leben in einem autoritären Staat, über persönliche Tragödien und den Kampf nach Freiheit in einem Land, in dem Punk noch echte Rebellion ist.

Regie und Kamera: Alexander Dluzak und Carsten Piefke

Schnitt: Carsten Piefke

Sprecher: Bela B

[via]

Social Network:
  • digg Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar
  • stumbleupon Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar
  • delicious Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar
  • reddit Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar
  • yiggit Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar
  • tumblr Doku: Yangon Calling – Punk in Myanmar

Vielleicht interessiert dich auch:

Ziemlich ruhig hier !.sas